Founder
Debrief
KW 42 · 2026
Hey zusammen,
Ausgabe drei. Diese Woche habe ich mein Setup als Solo-Unternehmer neu aufgesetzt, mit Jan ein kleines Jubiläum gefeiert und einen Satz gehört, über den ich seitdem nachdenke.
Was ich gebaut habe
Nach langer Zeit habe ich meinen Workflow als Solo-Unternehmer neu aufgesetzt. Die Frage dahinter: Wie halte ich all die Bälle in der Luft, die ich gerade jongliere? Meine Antwort ist eine Kette aus vier Werkzeugen, jedes mit genau einem Job.
Schreiben mit dem reMarkable. Am besten denke ich mit dem Stift. Ideen, Gliederungen und Gesprächsnotizen skizziere ich ohne Benachrichtigungen, die Handschrifterkennung macht daraus Text für Notion.
Ablegen in Notion. Mein Gehirn und meine Festplatte. Projekte, Mentoring-Sessions, Video-Ideen und Abrechnungen liegen dort sauber in Datenbanken, damit Claude damit arbeiten kann.
Sprechen mit Sprecho. Mit Claude arbeite ich fast nur noch per Stimme. Ich diktiere statt zu tippen, in jede App und DSGVO-konform, denn Sprechen ist um ein Vielfaches schneller.
Umsetzen mit Claude. Claude ist direkt mit meinem Notion verbunden. Jede Woche macht es aus meinen Mentoring-Notizen Video-Ideen, und am Siebten jedes Monats bereitet es meine Rechnungen vor.
Das Besondere ist die Kette: vom Gedanken auf Papier bis zur fertigen Arbeit, ohne Abtippen und ohne Kopieren. Ich liebe dieses Setup.
Was ich gelernt habe
Mit Jan Thomas von Startup Insider habe ich diese Woche die 52. Folge von Trial & Error aufgezeichnet, unserem wöchentlichen Gründer-Podcast. Ein Jahr lang jede Woche eine Folge. Das haben wir gefeiert.
Gelernt habe ich: Manchmal, vielleicht sogar viel öfter, sollte man einfach mit dem Flow gehen. Vor einem Jahr hatte ich das Gefühl, dass ich das machen sollte, und dann sind wir drangeblieben. Leicht war das nicht, 52 Wochen am Stück, über Weihnachten, Geburtstage und Urlaube hinweg. Aber es fühlt sich richtig gut an, wenn man es einfach tut.
Geholfen haben uns Etappen. Erst hieß es: zehn Folgen, dann schauen wir. Dann: ein Jahr, dann schauen wir. Jetzt sagen wir: unendlich, solange wir es fühlen.
Was mich inspiriert hat
Ein YouTuber, den ich gerade entdeckt habe: Testkanal. Der Kanal ist vollkommen skurril. Seine Videos sind eine Mischung aus Humor, Fremdscham und tief intellektuellen Gedanken, und genau diese Mischung lässt einen nicht mehr los.
Er hat genau vier Videos gemacht. Eins davon hat über eine Million Aufrufe, und er steht inzwischen bei rund 140.000 Abonnenten. Das ist für mich die eigentliche Inspiration: Wer sich traut, etwas wirklich Eigenes zu machen, braucht keine hundert Videos. Vier reichen, wenn der Stil unverwechselbar ist.
In seinem letzten Video geht es um das Aussterben der Dörfer. Über die junge Generation sagt er einen Satz, der mir seitdem nicht aus dem Kopf geht:
Sie haben alles, was sie brauchen, fühlen sich aber nicht gebraucht.
Ich hoffe, du fühlst dich gebraucht. Ich tue es. Und schau dir den Kanal an, es lohnt sich.
Auf die letzten beiden Ausgaben habe ich viele Mails von euch bekommen, danke dafür! Das Newsletter-Setup und die Pitchdeck-Struktur habe ich noch nicht an alle verschickt. Ich bin dran, sorry, dass es etwas dauert.
Viele Grüße aus Marrakesch, wo ich gerade ein paar Tage mit meiner Familie bin. Ich freue mich sehr auf die Zeit.
Bis nächsten Sonntag
Fredrik
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3:04 Minuten, dieselbe Woche, nur erzählt statt geschrieben. Alle Ausgaben